Biorindfleisch günstiger als konventionelle Produkte?
AACHEN (700) - Der Aachener Biobauer Volker Gauchel vom „Gut Paulinenwäldchen“ in Aachen übt scharfe Kritik daran, dass derzeit konventionelles Rindfleisch teurer ist als Biorindfleisch. Nach dem Auftreten der Blauzungenkrankheit im Sommer vergangenen Jahres kommen in Deutschland deutlich weniger Kälber zur Welt. Das habe auch Auswirkungen auf den Markt. Das Angebot sei knapper geworden, die Nachfrage bleibe weiter groß. Durch das aktuell extrem niedrige Angebot an Schlachttieren würden im konventionellen Bereich Rekordpreise für Rindfleisch und Fleisch von Altkühen gezahlt.
Gauchel würde mehr Geld für seine Schlachttiere bekommen, wenn er sie konventionell verkaufen würde. Aktuell bekommt er pro Kilo Biofleisch nach eigenen Angaben bis zu einem Euro weniger. Das macht 700 bis 1.000 Euro pro Tier. Ein höherer Preis für das Biofleisch lasse sich am Markt nicht erzielen. Dann würde es für den Endkunden um bis zu 25 Prozent teurer werden, so Gauchel. Aus seiner Sicht erschwere diese Entwicklung die Arbeit der Biolandwirte gegenüber der konventionellen Landwirtschaft deutlich.
Montag, 19.05.25
