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Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus- St.Josef

BUCH DES MONATS

NOMADEN DER ARBEIT. ÜBERLEBEN IN DEN USA DES 21. JAHRHUNDERTS

Jessica Bruders Buch ist eine brillant und spannend geschriebene Reportage über ein ebenso brisantes wie tabuisiertes Thema: das Umherziehen von Zehntausenden von Amerikanern auf der Suche nach einem Job. Sie leben in Wohnmobilen, Vans und Anhängern und übernachten auf Parkplätzen oder in der Wüste. Sie schaufeln Zuckerrüben in North Dakota, reinigen Toiletten in den Nationalparks von Kalifornien, arbeiten lange Schichten in Warenlagern von Onlinehändlern. Und sie sind alt. Im 21. Jahrhundert hat die Finanzkrise der 2010er Jahre ihre wohlverdiente Altersversorgung in ein jämmerliches Nichts verwandelt. Ruhestand ist nicht. Es bleibt ihnen nicht anders übrig, als von Tagesjob zu Tagesjob durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu ziehen, immer auf dem schmalen Grat zwischen großer Freiheit und nacktem Überleben, zwischen Ausbeutung und Gemeinschaftssinn. Die Autorin Jessica Bruder war Professorin an der "Columbia Graduate Journalism School". Heute widmet sie sich ganz ihren Recherchen über subkulturelle und wirtschaftlich- soziale Phänomene. Ihr Buch über die amerikanischen Nomaden der Arbeit erregte internationales Aufsehen und wurde vielfach ausgezeichnet. Seine Verfilmung unter dem Titel "Nomadland" errang drei Oscars, zwei Golden Globes und den Goldenen Löwen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Absolut lesenswertes Buch, absolut sehenswerter Film!

Besuchen Sie unsere Website www.eupen-leihbuecherei.be 

AUTOR DES MONATS

JEAN DE LA FONTAINE

Am 8. Juli 1621 wurde dem Wasser- und Forstmeister La Fontaine in der Champagne ein Sohn geboren. Die Eltern nannten ihn Jean und ließen ihn schon früh in den Feldern, Wiesen und Wäldern seiner schönen Heimat umherstromern. Die Natur wurde seine Lehrmeisterin. Wissbegierig sog der Junge die Gewohnheiten von hunderterlei Tierarten auf. Feinfühlig und voller Fantasie versuchte er die Beweggründe ihres Handelns zu ergründen. Der Familie wurde dies suspekt und sie bestimmte, dass er Priester werden sollte. Er setzte sich zur Wehr, versuchte es mit der Juristerei, aber die Dichtkunst lag seinem Lebensgefühl weitaus näher. Im mächtigen Finanzintendanten Fouquet fand er einen generösen Förderer und als dieser beim Sonnenkönig in Ungnade fiel, gewährte die Herzogin von Bouillon dem Dichter freie Wohnung und Nahrung. Unter ihrem Schutz veröffentlichte er 1664 den ersten Band seiner "Contes". Kurz danach trat er in den Dienst der Mutter der Herzogin von Orléans, Margarete von Lothringen, im "Palais du Luxembourg", dem heutigen Sitz des französischen Senats. Hier entstanden ab 1668 seine weltbekannten Fabeln, Geschichten von Tieren mit menschlichen Tugenden und Unarten, voller Lebensweisheit, Geist und Situationskomik. Das Frankreich des Geistes war entzückt und wählte ihn in die wenige Jahre zuvor gegründete "Académie francaise". Aber ein rachsüchtiger Ludwig XIV. erinnerte sich an des Dichters Freundschaft mit Fouquet und verweigerte ihm die Bestätigung der Wahl. Erst 1684 gab er nach und La Fontaine konnte endlich die Früchte seines Ruhms genießen. Als er 1695 starb, sagte seine Pflegerin: "Er war von so schlichtem Wesen, dass Gott es nicht über sich bringen wird, ihn zu verdammen." Wir halten La Fontaines unvergessliche Fabeln und Erzählungen in Französisch und Deutsch für Sie bereit!

Tel.: 0471446636 (St. Nikolaus), 0471446629 (St. Josef); Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

THEMA DES MONATS

DIE NEUE ARMUT

Eigentlich ist der Titel ein Widerspruch in sich, denn die Armut ist so alt wie die Menschheit. Seit es Privatbesitz und Erwerbsmöglichkeiten gibt, haben die einen mehr und die anderen weniger. Immer wieder haben Theoretiker und Praktiker versucht, das Phänomen zu bekämpfen, friedlich oder mit Gewalt. Die Französische Revolution proklamierte 1789 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und von Frankreich verbreiteten sich diese Ideale über Europa und die Welt. Zwanzig Jahre zuvor hatten die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrer Verfassung sogar das Recht eines jeden Menschen auf "Glück" festgeschrieben. Und auch wenn die Zahl der Armen in den letzten Jahrzehnten weltweit langsam aber stetig gesunken ist, bleibt die bittere Wahrheit: die nördliche Hemisphäre lebt auf Kosten der südlichen und in allen Ländern klafft die Schere zwischen reich und arm immer weiter auseinander. Die Politik prangert diesen Skandal zwar ständig an, aber, wenn es ans Eingemachte geht, ist sich im Wahlvolk zunächst einmal jeder selbst der Nächste - und den Wähler sollte man möglichst nicht allzu sehr verprellen. Heißt dies, dass die Armut unausrottbar ist ? Vieles spricht für diese pessimistische Feststellung. Hoffnung machen die unzähligen Organisationen, deren Mitglieder, nicht selten ehrenamtlich, Tag für Tag gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Gleichgültigkeit mutig aufstehen, die eingeschlafenen Gewissen wachrütteln und den Armen, Ausgestoßenen und Heimatlosen zeigen, dass sie nicht vergessen sind.

Öffnungszeiten für BEIDE Bibliotheken von montags bis freitags, 16 bis 17 Uhr 30, in der Simarstraße 4 in Eupen.

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