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Pfarrbibliotheken Eupen St. Nikolaus- St.Josef

BUCH DES MONATS

WIE WIR DIE WELT SEHEN

Das Buch trägt einen recht langen Untertitel: Was negative Nachrichten mit unserem Denken machen und wie wir uns davon befreien. Und genau darum geht es der Autorin Ronja von Wurmb- Seibel, die zwei Jahre in Kabul gelebt und gearbeitet hat. Permanent bericht eine wahre Sturmflut von Informationen über uns herein und nach dem bekannten journalistischen Prinzip "Only bad news are good news" überwiegen die Katastrophenmeldungen bei weitem die guten Nachrichten. Journalisten, Experten für Alles und Nichts und sogar Meteorologen treten mit Leichenbittermiene vor die Fernsehkameras und verkünden kaum verbrämt, dass die Welt unaufhaltsam den Bach hinuntergeht, wir geradewegs auf die Endzeit- Mauer zurasen usw., usw.. Dass drückt nicht nur auf die Stimmung sondern verzerrt auch den Blick auf die Wirklichkeit und lähmt unsere Bereitschaft zur Veränderung. Resignation greift immer weiter um sich."Wie entkommen wir dieser Negativ- Spirale ?" fragt Ronja von Wurmb- Seidel und versucht auch gleich eine Antwort: "Stellen wir uns gemeinsam vor, wie es sich anfühlen würde - und was es in unserem Leben auslösen würde - wenn wir Nachrichten konsumieren würden, die nicht nur zeigen, wo gerade Schlechtes auf der Welt passiert, sondern auch, wie sich die Dinge zum Guten verändern." Es ist die sich ständig wiederholende Geschichte vom halbvollen oder halbleeren Glas. "Stellen wir uns vor, die Nachrichten würden uns... zeigen, dass gesellschaftlicher Wandel bereits passiert. Dass sich überall auf der Welt Menschen dafür ins Zeug legen, damit wir sicherer, freier und selbstbestimmter leben können." Dazu schreibt die bekannte Komikerin Carolin Kebekus: "Ich war mir dessen nicht bewusst, aber auf dieses Buch habe ich, haben wir alle gewartet, Es kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, guter Journalismus war nie wichtiger,"

AUTOR DES MONATS

JACQUES BERNDORF

Wer kennt ihn nicht, den am 3. Juli 2022 in der Eifel verstorbenen Krimi- Autor Jacques Berndorf? 1936 als Michael Preute in Duisburg- Hamborn geboren, 1951 wegen "Aufsässigkeit und aktivem Desinteresse" (!) der Schule verwiesen, wollte er eigentlich Kinderarzt werden. Doch um finanziell von seinen Eltern unabhängig zu werden, brach er sein Medizinstudium in Köln ab und wurde Journalist. Er gehörte zu jener Generation, die dieses Handwerk noch von der Pike auf erlernt hatte: als Setzer und "Metteur", als Volontär beim "Duisburger General- Anzeiger" , Gerichtsreporter bei der "Neuen Ruhr Zeitung" und schließlich bei der "Rheinischen Post". 1968 kam er zur Illustrierten "Quick", wo seine Tätigkeit abrupt endete, weil er wegen eines kritischen Berichts über den russischen Einmarsch in die Tschechoslowakei vorübergehend in Haft genommen wurde. Fortan arbeitete er als freier Journalist und Schriftsteller. In den folgenden Jahren war er in vielen Krisen- und Kriegsgebieten unterwegs: Vietnam, Kolumbien, Südafrika und Libanon. 1976 konnte er seine Alkoholsucht besiegen und schaffte zwei Jahre später seine Rückkehr in den Journalistenberuf. Er trennte sich von seiner Familie und ließ sich zur Jahreswende 1983/84, versehen mit Recherche- Aufträgen überregionaler Nachrichtenmagazine, in Berndorf in der Eifel nieder. 1989 legte er seinen ersten Eifel- Krimi vor. Dabei riet ihm sein frankophiler Verleger zur einer Namensänderung. So entstand das Pseudonym "Jacques", das Preute mit dem Namen seines damaligen Wohnorts ergänzte. Mitte der 1990er Jahre zog er in die Eifelgemeinde Dreis- Brück um und heiratete die Soziologin Angelika Koch, die ebenfalls Kriminalromane schrieb. Im Herbst 2019 erklärte Jacques Berndorf, dass er nach 40 Büchern mit dem Schreiben aufhöre. Die Gesamtauflage der Eifelkrimis um den Journalisten Siggi Baumeister, in dessen Figur Berndorf viel Autobiografisches einfließen ließ, liegt inzwischen bei über sechs Millionen.

Beachten sie unsere Öffnungszeiten: St. Nikolaus, Simarstraße 4, So. 10- 12; Mo., Di., Do., Fr. 16-18; Mi., 15- 17 Uhr; St. Josef, Haasstraße 54 (Pfarrhaus), Mi., 10-12 und 14-16; Do., 16- 18 Uhr.

THEMA DES MONATS

MENDEL UND DIE GENETIK

Am 20. Juli 1822 brachte die Ehefrau des Kleinbauern Anton Mendel im damals zu Österreich gehörenden schlesischen Heinzendorf bei Odrau ihr zweites Kind zur Welt. Der Junge wurde auf den Namen Johann getauft. Nach dem Besuch der Dorfschule ging der Hochbegabte 1834 nach Troppau aufs Gymnasium. Ab seinem 16. Lebensjahr finanzierte er sein Studium größtenteils als Privatlehrer. Mendel verließ das Gymnasium 1840 als einer der Besten seines Jahrgangs und schrieb sich nun als Student der Philosophie an der Universität Olmütz ein. Die ersten beiden Jahre bestand er mit hervorragenden Noten, musste dann aber wegen "bitterer Nahrungssorgen" - wie er es selbst umschrieb - die Universität verlassen. Auf Empfehlung seines ehemaligen Physiklehrers fand er 1843 Aufnahme in der Abtei der Augustiner- Eremiten St. Thomas im mährischen Alt Brünn. Hier legte er 1846 seine Profess ab und erhielt den Ordensnamen Gregor. Nach seiner Priesterweihe 1847 setzten seine Oberen ihn in der Seelsorge ein, doch stürzte die Betreuung Sterbender ihn alsbald in eine tiefe Depression. Er kehrte in die Abtei zurück und unterrichtete fortan Mathematik und Griechisch an einem staatlichen Gymnasium. Als Pädagoge war er sehr beliebt, fiel jedoch zwei Mal durch die Zulassungsprüfung als Gymnasiallehrer. Spätere Forschungen haben gezeigt, dass die Schuld für dieses Scheitern nicht bei ihm, sondern in der Voreingenommenheit einiger Prüfer zu suchen ist. In der Tat verfolgte Pater Gregor Mendel schon seit mehreren Jahren naturwissenschaftliche Untersuchungen, deren Schlussfolgerungen nicht jeder teilte. 1856 begann er im Garten seiner Abtei mit systematischen Kreuzungsexperimenten an Erbsen, Sie führten schließlich zur Formulierung von drei Gesetzen, welche die Grundlage der Vererbungslehre bilden. Mendel, der sich auch als Meteorologe einen Namen machte, blieb lange Zeit unverstanden. Er starb 1884 in der Abtei St. Thomas , deren Mönche ihn 1868 zum Abt auf Lebenszeit gewählt hatten. Erst nach 1900 fanden die Arbeiten dieses "stillen Forschers" und "hervorragenden Experimentators" in der Welt der Wissenschaften endlich die verdiente Beachtung und Anerkennung.

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