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BUCH DES MONATS

TOLERANZ: EINFACH SCHWER von Joachim Gauck

 

"Ich war und bin bis heute der Meinung, dass es kein Laissez- faire geben darf gegenüber jenen, die Pluralität und Toleranz mit Füßen treten." Aus dieser tiefen Überzeugung heraus spürt der frühere deutsche Bundespräsident Joachim Gauck wichtigen Fragen nach: Was macht Toleranz aus und was macht sie notwendig? Und warum ist Intoleranz heute so populär und attraktiv? Die großen Themen unserer Zeit - wie das Erstarken populistischer Parteien, die Migrationsdebatte, die Stellung des Islam in der europäischen Gesellschaft, die drohende Klimakatastrophe und die zunehmende Digitalisierung - bieten viele Angriffsflächen für das Maß dessen, was ein Einzelner bereit ist, zu akzeptieren und zu ertragen. Daraus erwachsen Extremismus und Intoleranz. Dennoch müssen kontroverse, von gegenseitigem Respekt bestimmte Diskussionen möglich bleiben. Gauck plädiert für eine "kämpferische Toleranz", die immer wieder auslotet, wieviel Andersartigkeit man erdulden, wieviel Kritik man aushalten muss, um unsere Gesellschaft zusammenzuhalten und allen Menschen das zu sichern, was ihnen zukommt: Würde, Unversehrtheit, Freiheit und Recht.

AUTOR DES MONATS

RENÉ DESCARTES

"Cogito, ergo sum". Ich zweifle, also bin ich. Dies ist wohl die berühmteste Aussage des 1596 geborenen französischen Universalgelehrten. Es ist erstaunlich, was er alles betrieb: Mathematik, Physik, Astronomie, Anatomie, Physiologie, Psychologie, Metaphysik, Erkenntnislehre, Ethik und Theologie. Er liebte die Zurückgezogenheit und lebte als eifriger Katholik jahrzehntelang hochgeachtet in den calvinistischen Niederlanden. Sein 1629 geschriebener, aber erst acht Jahre später veröffentlicher "Discours de la méthode"

(Die Methode vom richtigen Gebrauch der Vernunft) wurde weltberühmt. In leicht lesbarem Französisch, anregend, fesselnd und eigenständig machte Descartes in diesem Werk "tabula rasa". Er wollte Alles in Zweifel stellen, denn: "Der Hauptgrund unserer Irrtümer liegt in den Vorurteilen unserer Kindheit, in den Grundsätzen, von denen ich mich in der Jugend überzeugen ließ, ohne sie um ihre Wahrheit befragt zu haben". Danach machte er sich daran, die Existenz Gottes zu beweisen und wie alle, die dies versucht haben, scheiterte er.
Aber die große Auseinandersetzung zwischen Vernunft und Glauben hatte dank Descartes endgültig Fahrt aufgenommen. Im September 1649 reiste er auf Einladung der schwedischen Königin Christine nach Stockholm. Hier verstarb er am 11. Februar 1650 an einer Lungenentzündung.

THEMA DES MONATS

MEINUNGS- UND RELIGIONSFREIHEIT


Wie in jedem Jahr begehen die christlichen Konfessionen im Januar eine Gebetswoche für die Einheit der Christen. Diese Initiative geht auf das Zweite Vatikanische Konzil
zurück, welches von 1962 bis 1965 in der Petersbasilika in Rom tagte. Seine Aussagen über die Ökumene sind Meilensteine auf dem langen beschwerlichen Weg zur religiösen Toleranz. Gerade die katholische Kirche hat lange gebraucht, um mit dem von der Französischen
Revolution als Grundrecht eines jeden Menschen proklamierten Meinungs- und Religionsfreiheit ihren Frieden zu machen. Aber sie hat ihre Lektion gelernt und heute stehen vielerorts Katholiken mit an vorderster Front, wenn es um die Verteidigung der freien Meinungsäußerung gegen Gewalt und Unterdrückung geht.

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