Haus soll als Gedenkstätte erhalten bleiben
JÜLICH (700) - Im Dritten Reich war die Villa Buth in Jülich-Kirchberg ein Sammellager aus dem gesamten Rheinland. Von hier aus wurden Kinder, Frauen und Männer in Konzentrationslager deportiert. Das Haus muss als Gedenkstätte erhalten werden, fordert nun ein Arbeitskreis. Inzwischen wurde ein Konzept zu Nutzung und Finanzierung vorgelegt. Der Abriss war von der Stadt bereits genehmigt worden, sagt der Arbeitskreis.
Er hofft nun, dass der Besitzer einlenkt und sich von dem Nutzungskonzept überzeugen lässt. So soll das seit Jahrzehnten leerstehende Gebäude zum Gedenkort werden. Außerdem soll es für Schule, Bundeswehr und Polizei Bildung vermitteln helfen. Fördermittel könnten vom Bund und von Stiftungen kommen.
Fördermittel hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits zugesagt. Auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung begrüßt das Konzept. Es sei ein wertvoller Beitrag zur Erinnerungskultur.
Samstag, 28.02.26
