RAEREN (700) - Letztmals hat Jerome Franssen am Dienstagabend die Sitzung des Gemeinderates in Raeren als Bürgermeister geleitet. Nach einem Applaus bedankte sich Franssen, der künftig als Unterrichtsminister der DG fungieren wird, für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Auf der Sitzung ging es um eine weitere Verteuerung der Sanierung der Burgfassade. Grund sind unerwartet starke Schäden am Mauerwerk. Die Sanierungskosten liegen inzwischen bei 1,6 Millionen Euro. 290 000 Euro höher als zuletzt veranlagt.
Weil Löhne und Energiekosten deutlich angestiegen sind, wird auch dem Töpfereimuseum finanziell unter die Arme gegriffen. Dafür wurde ein Überbrückungskredit in Höhe von 50.000 Euro bereitgestellt.
Im Zuge der Arbeiten am Kanalnetz wird laut Prioritätenliste als Nächstes im Belven gearbeitet. Zunächst muss die Wallonische Wassermanagementgesellschaft SPGE den Sanierungsplänen noch zustimmen. Die Sanierung des gesamten Kanalnetzes wird die Gemeinde in den kommenden Jahren rund sieben Millionen Euro kosten.
Langfristig geplant ist auch eine neue Kläranlage für die Abwässer aus Eynatten und Hauset.
In vier Phasen geplant und gebaut werden soll auch ein neuer Radweg entlang der Eynattener Straße. Raeren hat dafür 460.000 Euro an Fördermitteln von der Wallonischen Region erhalten. Als erstes Teilstück soll der Abschnitt zwischen Hauptstraße und Kinkebahn realisiert werden. Dafür muss die AIDE auch eine neue Pumpstation am Reibach einrichten. Erneut muss zudem das Öffentliche Sozialhilfezentrum höher bezuschusst werden. Statt 990.000 Euro werden künftig 1,5 Millionen Euro nötig sein, um alle Ausgaben zu decken.
Donnerstag, 20.06.24