RAEREN (700) – Der geplante Windpark an der belgisch-deutschen Grenze bei Raeren lässt weiter auf sich warten. Erneut haben die Planungen von Gemeinde und Projektautor ENGIE einen herben Rückschlag erlitten. Bereits ein erstes Genehmigungsverfahren war wegen juristischer Formfehler gescheitert. Damals hatte eine Vereinbarung zwischen der französischsprachigen und der deutschsprachigen Gemeinschaft gefehlt. Im Rekursverfahren haben der gemischte Berufungsausschuss der wallonischen Region und der DG noch einmal alle Beteiligten zu Wort kommen lassen. Nachdem ein kanadischer Börsenfunkanbieter Einspruch eingelegt hatte, wurden nur drei der fünf geplanten Windräder genehmigt. Eine versetzter Standort der beiden nicht genehmigten Windkraftanlagen könnte das Projekt um Monate oder Jahre zurückwerfen. Werden nur drei Windräder errichtet, würden die Klimaziele der gemeinde Raeren verfehlt. Statt durchschnittlich 25.000 könnten dann nur 15.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. Im Gemeinderat zeigten sich Ratsmehrheit und Opposition enttäuscht von der Entscheidung. Bürgermeister Mario Pitz kündigte an, das weitere Vorgehen prüfen zu wollen.